Neujahrskonzert des BOB begeistert das Publikum in der Seesener Aula
Mit einem grandiosen musikalischen Jahresauftakt hat das Blasorchester Bornhausen (BOB) am Samstagabend die prallgefüllte Aula des Schulzentrums in einen Konzertsaal verwandelt. Das Neujahrskonzert des BOB ist längst ein fester Termin im regionalen Kulturkalender. Mit dem Umzug von der Turnhalle in Bornhausen in die Aula nach Seesen war ein Experiment, dass letztendlich voll und ganz aufging.
Eröffnet wurde das Konzert mit dem Marsch „Silberkondor“ von Hans Felix Husadel. Mit diesem Stück setzten die Musiker gleich zu Beginn ein kraftvolles Zeichen.
Mit „The Floral Dance“, einer charmanten Melodie aus der Feder von Katie Moss, wechselte das BOB elegant ins britische Folk-Genre. Es folgte ein musikalischer Ausflug in die Welt von Aladdin. Das Medley mit Klassikern wie Arabian Nights, Friend Like Me und A Whole New World entführte das Publikum in die orientalische Märchenwelt – farbenreich, dynamisch und mit spürbarer Spielfreude interpretiert. Mit der Folk-Ballade „The Story“ zeigte das Orchester seine gefühlvolle Seite.
Ein besonderes Highlight war das Flügelhornsolo in „Under the Boardwalk“, gespielt von Josef Korschan. Die warmen, sommerlichen Klänge ließen für einen Moment das winterliche Harzvorland vergessen und versetzten das Publikum an eine sonnige Strandpromenade.
Mit „Polka mit Herz“ und dem sehnsuchtsvollen Walzer „Dort tief im Böhmerwald“ zeigte das BOB seine Verbundenheit zur traditionellen Blasmusik. Die Musikerinnen und Musiker präsentierten beide Stücke mit viel Gefühl.
Einen modernen Akzent setzte die Polka „Ein Leben lang“ der Fäaschtbänkler – ein Titel, der das Publikum sichtlich mitriss und für spürbare Stimmung sorgte.
Mit „Music“ von John Miles erklang schließlich eine der größten Rockballaden überhaupt. Das Orchester meisterte die dynamischen Wechsel zwischen leisen Passagen und kraftvollen Höhepunkten beeindruckend und verabschiedete das Publikum in die Pause.
Der zweite Konzertteil begann mit dem böhmischen Marsch „Textilaku“, dessen rascher Rhythmus sofort wieder Spannung in den Saal brachte. Die anschließende Polka „Böhmische Liebe“ bestätigte einmal mehr, warum dieses Stück zu den beliebtesten der modernen Blasmusik zählt.
Warum nicht Mal R&B in einem Blaskonzert? Mit dem Stück „Stand by Me“ erklang ein zeitloser Klassiker und gleich danach wagten die Musikanten ein musikalisches Experiment mit „Baba Yetu“, dem auf Swahili gesungenen „Vater unser“ aus dem Computerspiel Civilization IV. Das war dann etwas gänzlich anderes, ein Soundtrack aus einem Computerspiel, der aber beim Publikum glänzend ankam.
Sommerliche Leichtigkeit brachte das Medley „Italo Pop Classics“, in dem Hits wie „Sarà perché ti amo“, „Azzurro“ und „Gloria“ vereinte. Mit „99 Luftballons“ erinnerte das Orchester an die politische Botschaft des 80er-Jahre-Hits – ein Stück, das heute aktueller wirkt denn je.
Der Evergreen „Can’t Take My Eyes Off You“ brachte noch einmal Schwung und Glanz in die Aula. Hier konnten sich die Schlagzeuger des Orchesters glänzend in Szene setzen, bevor die „Laubener Schnellpolka“ das Publikum mit ihrer atemberaubenden Geschwindigkeit beeindruckte. Der traditionsreiche Marsch „Dem Land Tirol die Treue“ bildete den Abschluss.
Natürlich forderte das Publikum mit stehenden Ovationen einige Zugaben, die das Orchester denn auch gerne gab. Mit dem Marsch Alte Kameraden und der symphonischen Version des Steigerliedes ging der kurzweilige Konzertabend zu Ende. Der Abteilungsleiter des Klangkörpers Ulli Finster bedankte sich beim Publikum, beim Dirigenten Dennis Rothe der in bemerkenswerter Arbeit die Musikanten und das Konzert zu dem formte was es denn war – ein toller unvergesslicher Abend. Er dankte aber auch Otto Broddthage, der mit einer gelungenen Mischung aus Hintergrundwissen, Humor und Charme die Übergänge zwischen den Stücken gestaltete und dem Abend eine persönliche Note verlieh.
Ein besonderer Dank galt außerdem dem Bistro-Team des Theatervereins, das vor dem Konzert und in der Pause für das leibliche Wohl der Gäste sorgte und damit zum rundum gelungenen Konzertabend beitrug. Ein rundum gelungener und kurzweiliger Konzertabend der keine Wünsche offen ließ.















